am Freitag, 12. Oktober 2018, 18.00 bis 19.00 Uhr im Klösterle, Weil der Stadt, Kapuzinerberg 11

Vorgesehene Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Bericht des Vorstands, Rückblick und Ausblick
3. Bericht des Schatzmeisters und des Rechnungsprüfers
4. Entlastung des Vorstands
5. Wahl des Kassenprüfers
6. Verschiedenes

ab 19.15 Uhr Vortrag
Keplers Leben und Wirken in Linz
von Erich Meyer, Linz

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Gäste sind willkommen.
Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne angenommen

Vor 400 Jahren entdeckte Johannes Kepler sein drittes Planetengesetz
- jetzt wurde auch seine Wohnadresse in Linz entdeckt.

Am 15. Mai 1618 entdeckte Johannes Kepler in Linz sein drittes Planetengesetz:

"Die Quadrate der Umlaufzeiten der Planeten um die Sonne verhalten sich
wie die dritten Potenzen ihrer mittleren Entfernungen zur Sonne.
"

Diese fundamentale Gesetzmäßigkeit gilt nicht nur für die Bewegung von Planeten um die Sonne, sondern grundsätzlich für alle Körper, die sich um eine wesentlich größere Masse bewegen, z. B. Exoplaneten um Sterne oder auch für Satelliten, die die Erde umkreisen. In Linz hatte Kepler mehrere Mondfinsternisse beobachtet und detaillierte Aufzeichnungen über seine Beobachtungsergebnisse angefertigt. Aus diesen Beobachtungen konnte Erich Meyer von der Linzer Astronomischen Gemeinschaft das Haus lokalisieren, in dem Kepler wohnte, als ihm diese Entdeckung gelang. Bisher war nur bekannt, dass Kepler in der Hofgasse gewohnt hatte, jetzt steht fest, dass er mit seiner Familie in der Hofgasse 7 wohnte. Eine neu angebrachte Gedenktafel erinnert:

„Hier wohnte der Astronom Johannes Kepler von 1613 bis 1620 und verfasste wichtige Werke wie ‚Harmonices mundi‘ mit dem berühmten dritten Gesetz.“

U. a. hatte auch die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA das Keplerhaus in Linz am 15.5.2018 als 'Astronomy Picture of the Day' veröffentlicht.

Das dritte Planetengesetz veröffentlichte Kepler 1619 im fünften Buch der Harmonices mundi (Weltharmonik).
Mit einer Reihe von Veranstaltungen würdigt die Kepler-Gesellschaft zusammen mit den Universitäten Stuttgart und Tübingen im kommenden Jahr dieses Ereignis unter dem Titel "400 Jahre Weltharmonik".

Zum zweiten Mal ermöglichte uns Florian Noller (Sponsor und Mitglied der Kepler-Gesellschaft) eine spannende Begegnung mit den legendären Kosmonauten, die für die internationale Raumfahrt etwas Besonderes geleistet haben. Nach dem Besuch des ersten Weltraumspaziergängers, Alexej Leonov, und dem Rekordhalter mit den meisten Ausstiegen ins freie All, Anatoli Solovjov, im September 2015 (Bericht siehe unten) hat nun eine weitere Raumfahrtlegende die Geburtsstadt des Astronomen Johannes Kepler im April 2016 besucht.

Kein Mensch hat unseren Heimatplaneten länger verlassen als der russische Kosmonaut Gennadi Padalka, der während seiner fünf Weltraumflüge mehr als 878 Tage im All verbrachte. Darüber berichtete er persönlich im Rahmen eines Besuches in der Keplerstadt Weil der Stadt in den Schulen, in der Kinderuni sowie in einer öffentlichen Abendveranstaltung über seine Erfahrungen auf der Internationalen Raumstation (ISS) und seine Aufenthalte im All. Das Publikum war begeistert!

Der Rekordhalter Gennadi Padalka sagte unter anderem "Es ist mir eine Ehre, in der Stadt Keplers zu sein. Unsere Arbeit beruht ja auf den Keplerschen Gesetzen." 

Mehr Informationen und das Programm der öffentlichen Veranstaltungen am 28. April finden Sie hier [Link]

Als gemeinsame Veranstaltung von Heimatverein und Kepler-Gesellschaft findet am 12.5.2016, 20.00 Uhr im Kath. Gemeindehaus, Hermann-Schnaufer-Str. 5, ein Vortrag statt mit dem Titel:

„Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger auf den Spuren von Johannes Kepler”.

Den Vortrag hält Eberhard Baumann. Der Buchautor und frühere Professor für Vermessungswesen an der Hochschule für Technik in Stuttgart befasst sich u. a. mit den durch Mondkrater verewigten Naturwissenschaftlern der Region, Tobias Mayer (1723-1762) aus Marbach, Friedrich Bohnenberger und jetzt auch Johannes Kepler. Die Krater Kepler und Bohnenberger mit je ca. 30 km Durchmesser liegen auf der Mondoberfläche etwa 2500 km voneinander entfernt, die Geburtsorte der beiden Gelehrten sind nur 4 km voneinander entfernt.

Der in Simmozheim geborene Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger (1765-1831) war nicht nur Astronom, Mathematiker und Physiker an der Universität Tübingen, sondern zugleich Praktiker und Erfinder. Er erfand unter anderem den Kreiselkompass, der heute eingesetzt wird. Für die Astronomie und Mathematik verfasste er allgemein verständliche Lehrbücher mit Anleitungen zur Konstruktion von Winkelmessinstrumenten. Als Nebentätigkeit schuf er zwei für Württemberg bedeutende Kartenwerke, darunter die Grundlagen für die heute noch gültigen Flurkarten.

Eintrittspreis: 4,-- EUR

Im Höfunkprogramm SWR2 Wissen wurde am 5.1.2018 ein sehr interessanter Beitrag von Marianne Thoms über Johannes Kepler gesendet. Johannes Kepler: Astronom, Mathematiker und Naturphilosoph

Link zum Manuskript und zum Anhören.


Hierin erläutert u. a. Professor Dieter B. Herrmann Zusammenhänge zu den keplerschen Gesetzen, der im vergangenen Jahr wieder ein lesenswertes Buch veröffentlicht hat: Die Harmonie des Universums - Von der rätselhaften Schönheit der Naturgesetze erschenen im KOSMOS-Verlag.

Von der Antike bis zur modernen Teilchenphysik, von Pythagoras über Kepler bis Einstein: Immer wieder hat sich gezeigt, dass unser Universum im Grunde einfach konstruiert ist. Der bekannte Astronomie-Historiker und Buchautor Prof. Dieter B. Herrmann beschreibt in spannender Form den Zusammenhang von Harmonie und Wahrheit in Wissenschaft, Kunst und Kultur.

Copyright © 2018 Kepler-Gesellschaft e.V.. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.