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Keplers "Tabulae Rudolphinae" enthalten die Positionen von 1000 Fixsternen. Die Genauigkeit der darin enthaltenen Angaben beträgt ungefähr 30 Bogensekunden. Neue Entdeckungen stellen in der Folgezeit höhere Anforderungen an die Astrometrie: Die erste 1830 von Bessel gemessene Parallaxe beträgt lediglich 0,3 Bogensekunden. Mit Parallaxenmessungen von der Erde aus können Astronomen bis in die 1980er Jahre die Entfernung von Sternen in einem Umkreis von bis zu 900 Lichtjahren bestimmen.

1989 leitet die Europäische Raumfahrtbehörde ESA eine neue Ära in der Astrometrie ein. Der Satellit Hipparcos soll die Positionen und Entfernungen von Sternen neu bestimmen. Bis 1993 gelingen Messungen im Genauigkeitsbereich von einer tausendstel Bogensekunde. Viele bisher benutzten Entfernungsangaben erweisen sich jetzt als ungenau: Zum Beispiel ist die Andromeda-Galaxie, eine unserer Nachbargalaxien, nicht 2,3 sondern 2,9 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.

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